Die Welt ist eine Seifenblase und ein Menschenleben nur ein Hauch

Schon seit Jahrhunderten faszinieren und erfreuen sich jung und alt an Seifenblasen: mit Sicherheit hat ein jeder von uns schon einmal diese zauberhaften schwebenden Kugeln geblasen, die den schimmernden Planeten im Universum eines Kindes gleichen. Und will man Einstein und einem seiner Nachfolger Glauben schenken, so sieht es ganz so aus, als ob unser Universum wirklich aus riesigen Blasen besteht, auf deren Oberfläche sich alle Sterne und auch die Milchstrasse bewegen.

Doch auch andere Wissenschaftler (Mathematik: Minimalflächen), Architekten (Dachkonstruktion des Olympiastadion,München) und sogar Weltraumingenieure nehmen sich die Seifenblasen zum Vorbild um bestimmte Konstruktionen zu entwerfen, da sie ein perfektes Beispiel dafür sind, wie viel man aus wie wenig machen kann.

Seifenblasen inspirieren aber nicht nur Wissenschaftler. Der Philosoph Peter Sloterdijk zieht sie in seiner Trilogie zu irritierenden Vergleichen heran. Auch in den schönen Künsten haben sie ihren festen Platz. Holländische Maler des 17.Jhd. sahen in ihnen die Darstellung der Aussage "Memorium mori" (bedenke das du stirbst), also der Vergänglichkeit des Schönen. Ihre flüchtige Schönheit lässt sie für Poeten und Schriftsteller zur Metapher für die unwirklichen, unerreichbaren und immateriellen Dinge des Lebens werden, wie bei Shakespear, der höhnisch seine Söldner an den zweifelhaften Ruhm des Sieges erinnert, und in der Welt des schönen Scheins, auf der Bühne, verzaubern die Meister der Seifenblasenkunst ihr Publikum mit zauberisch anmutenden Tricks wie der legendäre Clown "Pic" in den 90er Jahren im Zirkus Roncalli.

Vor allem auf Kinder haben die großen Seifenblasen von Bubble Bert eine magische Anziehungskraft. Hier bei einer Riesen-Seifenblasen-Show-Veranstaltung vor dem Zoo Berlin.